Was macht eigentlich die FCI?

Unter der Abkürzung versteckt sich die französische Bezeichnung Federation Cnologique Internationale. Kynologie bezeichnet die Lehre vom Haushund. Die FCI ist der größte Dachverband von Zuchtverbänden.

Ihre Aufgabe ist es den Einsatz und Zucht von Rassehunden weltweit zu fördern. Die FCI ist in der belgischen Stadt Thuin ansässig und sie kann auf eine über hundertjährige Tradition zurückblicken. Die Gründung erfolgte am 22. Mai 1911 in Paris. Maßgeblich an der Gründung beteiligt waren Verbände aus Frankreich, Belgien, Österreich und Deutschland. Um ihren Zweck, der Förderung von Rassenhunden nachzukommen, werden durch die FCI Rassebeschreibungen in verschiedenen Sprachen veröffentlicht. Neben der FCI gibt es noch andere Dachverbände wie der britische und der amerikanische Kennel Club. Diese Verbände arbeiten auch zusammen und erkennen die Registrierungen gegenseitig an.
Die Mitgliedsstruktur ist sehr stark von europäischen Verbänden geprägt: Über die Hälfte der Verbände stammt aus Europa. Die FCI unterteilt sich in Sektionen, die anhand von geografischen Merkmalen gebildet werden. So existieren neben der Sektion Europa auch eine amerikanische, eine afrikanischen Sektion und Sektionen für den mittleren Osten und für Asien/Pazifik. Der deutsche Vertreter in der FCI ist der Verband für das Deutsche Hundewesen. Der VDH hat mehr als 600.000 Mitglieder.

FCI - Dachverband

FCI – Dachverband

Der Vorstand der FCI hat unter anderem die Aufgabe neue Rassen sowie ihren jeweiligen Rassestandard vorläufig zu billigen. Die endgültige Zustimmung erfolgt durch die Generalversammlung, die sich aus allen Vollmitgliedern zusammensetzt und mindestens alle zwei Jahre einmal stattfindet. Ein so großer Verband wie die FCI muss auch geführt werden, dafür gibt es verschiedene Organe wie die Generalversammlung, das Generalkomitee, das Exekutivkomitee und Kommissionen.

Die Hunderassen werden nach den Regeln der FCI in zehn Gruppen unterteilt:

1. Hütehunde und Treibhunde – ohne die Schweizer Sennehunde
2. Terrier
3. Spitze und Hunde vom Urtyp
4. Vorstehhunde
5. Gesellschafts- und Begleithunde
6. Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennehunde
7. Dachshunde
8. Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
9. Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
10. Windhunde

Um die Qualität von unterschiedlichen Arbeitsprüfungen innerhalb der Mitgliedsverbände der FCI zu gewährleisten, hat sie eine Reihe von Leitlinien für solche veröffentlicht. Diese können auf der Website der FCI abgerufen werden. Des Weiteren sind auch alle Rassebeschreibungen, der anerkannten Hunderassen, abrufbar. Dies ist nicht nur für Züchter sondern auch für interessierte Hundeliebhaber eine ausgezeichnete Informationsquelle.